🔍 Keine Einträge gefunden. Versuch es mit einem anderen Begriff.
Grundlagen
Was ist Börse, Rendite, Risiko & Co.?
Die Börse ist ein organisierter Marktplatz, auf dem Käufer und Verkäufer Wertpapiere (Aktien, Anleihen, ETFs usw.) handeln. Der Preis entsteht durch Angebot und Nachfrage in Echtzeit.
Bekannte Börsenplätze: XETRA (Frankfurt), NYSE & NASDAQ (New York), London Stock Exchange.
Bekannte Börsenplätze: XETRA (Frankfurt), NYSE & NASDAQ (New York), London Stock Exchange.
Für Privatanleger ist es egal, an welcher Börse ein ETF/Aktie gelistet ist — der Preis ist nahezu identisch. XETRA ist für Deutsche meist die sinnvollste Wahl.
Gewinn = absoluter Euro-Betrag (z.B. +500 €).
Rendite = prozentuale Steigerung relativ zum eingesetzten Kapital.
Beispiel: 500 € Gewinn auf 10.000 € eingesetztem Kapital = 5 % Rendite.
Die annualisierte Rendite macht Zeiträume vergleichbar — z.B. 10 % über 2 Jahre ≈ ~4,88 % p.a.
Rendite = prozentuale Steigerung relativ zum eingesetzten Kapital.
Beispiel: 500 € Gewinn auf 10.000 € eingesetztem Kapital = 5 % Rendite.
Die annualisierte Rendite macht Zeiträume vergleichbar — z.B. 10 % über 2 Jahre ≈ ~4,88 % p.a.
In der Finanzwelt misst man Risiko oft als Volatilität — wie stark schwankt der Preis?
Typen:
• Marktrisiko — Gesamtmarkt fällt (z.B. Crash 2008, Corona 2020)
• Einzelwertrisiko — Eine Aktie bricht ein (z.B. Wirecard)
• Währungsrisiko — USD/EUR-Kurs wirkt auf US-Anlagen
• Liquiditätsrisiko — Keine Käufer vorhanden
Typen:
• Marktrisiko — Gesamtmarkt fällt (z.B. Crash 2008, Corona 2020)
• Einzelwertrisiko — Eine Aktie bricht ein (z.B. Wirecard)
• Währungsrisiko — USD/EUR-Kurs wirkt auf US-Anlagen
• Liquiditätsrisiko — Keine Käufer vorhanden
Diversifikation (breite Streuung, z.B. über einen World-ETF) eliminiert das Einzelwertrisiko fast vollständig. Das Marktrisiko bleibt immer.
Wenn Gewinne reinvestiert werden, wachsen sie selbst wieder — das ist der Zinseszins. Je länger der Zeitraum, desto mächtiger der Effekt.
Beispiel (7 % p.a., thesaurierender ETF):
• 10.000 € nach 10 Jahren → ~19.672 €
• 10.000 € nach 20 Jahren → ~38.697 €
• 10.000 € nach 30 Jahren → ~76.123 €
Beispiel (7 % p.a., thesaurierender ETF):
• 10.000 € nach 10 Jahren → ~19.672 €
• 10.000 € nach 20 Jahren → ~38.697 €
• 10.000 € nach 30 Jahren → ~76.123 €
Frühes Investieren schlägt spätes Investieren mit mehr Kapital — fast immer.
Studien zeigen immer wieder: Wer die besten 10–20 Börsentage eines Jahrzehnts verpasst, verliert den Großteil seiner Rendite. Diese Tage kommen oft unerwartet nach Crashs.
Wer permanent investiert bleibt (buy and hold), profitiert automatisch von ihnen. Wer wartet, "bis es wieder besser aussieht", verpasst sie häufig.
Wer permanent investiert bleibt (buy and hold), profitiert automatisch von ihnen. Wer wartet, "bis es wieder besser aussieht", verpasst sie häufig.
Fazit: Regelmäßiger Sparplan > perfektes Timing-Versuchen.
ETFs & Fonds
Das Herzstück des passiven Investierens
Exchange Traded Fund — ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird wie eine Aktie. Er bildet meist einen Index (z.B. MSCI World, S&P 500, DAX) nach.
Vorteile: Breite Diversifikation, niedrige Kosten (TER oft 0,07–0,20 %), Transparenz, kein Fondsmanager-Risiko.
Physisch vs. Synthetisch:
• Physisch = ETF kauft die echten Aktien des Index
• Synthetisch (Swap) = Nachbildung per Derivat, minimal gegenparteienrisiko, aber günstiger in manchen Märkten
Vorteile: Breite Diversifikation, niedrige Kosten (TER oft 0,07–0,20 %), Transparenz, kein Fondsmanager-Risiko.
Physisch vs. Synthetisch:
• Physisch = ETF kauft die echten Aktien des Index
• Synthetisch (Swap) = Nachbildung per Derivat, minimal gegenparteienrisiko, aber günstiger in manchen Märkten
Thesaurierend: Dividenden werden automatisch reinvestiert → Zinseszinseffekt maximal, kein manueller Aufwand.
Ausschüttend: Dividenden landen auf dem Konto → passives Einkommen, kann aber steuerschädlich sein wenn der Freibetrag ausgeschöpft ist.
Vorabpauschale-Hinweis: Auch thesaurierende ETFs werden in Deutschland jährlich vorab-versteuert (→ Abschnitt Steuern).
Ausschüttend: Dividenden landen auf dem Konto → passives Einkommen, kann aber steuerschädlich sein wenn der Freibetrag ausgeschöpft ist.
Für Vermögensaufbau (Sparplan-Phase) ist thesaurierend meist effizienter. Im Ruhestand / Entnahmephase kann ausschüttend praktischer sein.
Vorabpauschale-Hinweis: Auch thesaurierende ETFs werden in Deutschland jährlich vorab-versteuert (→ Abschnitt Steuern).
MSCI World: ~1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Keine Emerging Markets. ~65–70 % USA-Anteil.
MSCI ACWI: MSCI World + Emerging Markets (~23 EM-Länder). ~2.900 Unternehmen. Breiter diversifiziert.
FTSE All-World: Ähnlich wie ACWI, anderer Index-Anbieter. Leicht unterschiedliche Ländereinstufung (z.B. Südkorea ist bei FTSE Emerging, bei MSCI Developed).
MSCI ACWI: MSCI World + Emerging Markets (~23 EM-Länder). ~2.900 Unternehmen. Breiter diversifiziert.
FTSE All-World: Ähnlich wie ACWI, anderer Index-Anbieter. Leicht unterschiedliche Ländereinstufung (z.B. Südkorea ist bei FTSE Emerging, bei MSCI Developed).
Für 99 % der Privatanleger ist ein einziger All-World- oder World-ETF vollkommen ausreichend. Kompliziertes Tinkering bringt statistisch kaum Mehrwert.
Total Expense Ratio = jährliche Gesamtkosten des ETF in Prozent. Werden täglich anteilig vom Fondsvermögen abgezogen — du siehst sie nie direkt.
Beispiel: 0,20 % TER auf 10.000 € = 20 € Kosten/Jahr.
Beispiel: 0,20 % TER auf 10.000 € = 20 € Kosten/Jahr.
Günstige World-ETFs haben TERs ab ~0,07 %. Aktive Fonds liegen oft bei 1,5–2 % — das klingt wenig, kostet über 30 Jahre aber Zehntausende Euro.
Ein Sparplan investiert automatisch einen fixen Betrag (z.B. 100 €/Monat) in einen ETF oder eine Aktie — unabhängig vom Kurs.
Vorteil: Automatischer Cost-Average-Effekt — bei niedrigen Kursen kaufst du mehr Anteile, bei hohen weniger. Kein emotionales Timing nötig.
Einrichten: Bei deinem Broker → Sparplan → ETF suchen → Betrag & Intervall wählen → IBAN-Abbuchung freigeben → fertig.
Vorteil: Automatischer Cost-Average-Effekt — bei niedrigen Kursen kaufst du mehr Anteile, bei hohen weniger. Kein emotionales Timing nötig.
Einrichten: Bei deinem Broker → Sparplan → ETF suchen → Betrag & Intervall wählen → IBAN-Abbuchung freigeben → fertig.
Die meisten Neobroker (Trade Republic, Scalable, Comdirect, DKB) bieten Sparpläne ab 1–25 € an, teilweise kostenlos.
Depot & Broker
Wo kaufe ich überhaupt und worauf kommt es an?
Girokonto = Konto für Geld (€). Zahlungsverkehr, Gehalt, Lastschriften.
Depot = Konto für Wertpapiere (Aktien, ETFs, Anleihen). Dort werden deine Anteile verwahrt.
Beides zusammen brauchst du zum Investieren: Girokonto → überweise Geld → Verrechnungskonto des Brokers → kaufe Wertpapiere → landen im Depot.
Depot = Konto für Wertpapiere (Aktien, ETFs, Anleihen). Dort werden deine Anteile verwahrt.
Beides zusammen brauchst du zum Investieren: Girokonto → überweise Geld → Verrechnungskonto des Brokers → kaufe Wertpapiere → landen im Depot.
Dein Depot ist Sondervermögen — selbst wenn der Broker insolvent geht, gehören deine ETFs & Aktien weiterhin dir und können übertragen werden.
Neobroker (z.B. Trade Republic, Scalable Capital, Justtrade):
✅ Sehr günstig / kostenlos (0–1 € pro Trade)
✅ Einfache App, schnell eröffnet
❌ Weniger Handelsplätze, eingeschränktes Produktspektrum
❌ Kein persönlicher Berater
Klassische Broker (z.B. Comdirect, DKB, ING, Flatex):
✅ Breites Angebot (mehr Börsen, Zertifikate, Derivate)
✅ Besserer Kundenservice
❌ Höhere Gebühren (3–12 € pro Order)
✅ Sehr günstig / kostenlos (0–1 € pro Trade)
✅ Einfache App, schnell eröffnet
❌ Weniger Handelsplätze, eingeschränktes Produktspektrum
❌ Kein persönlicher Berater
Klassische Broker (z.B. Comdirect, DKB, ING, Flatex):
✅ Breites Angebot (mehr Börsen, Zertifikate, Derivate)
✅ Besserer Kundenservice
❌ Höhere Gebühren (3–12 € pro Order)
Für einfache ETF-Sparpläne sind Neobroker völlig ausreichend und günstiger. Für aktives Trading oder exotischere Produkte lohnt ein klassischer Broker.
In Deutschland sind Kapitalerträge (Gewinne, Dividenden, Zinsen) bis zu einem Sparerpauschbetrag steuerfrei:
• 1.000 € / Jahr für Einzelpersonen
• 2.000 € / Jahr für zusammen veranlagte Ehepaare
Den Freistellungsauftrag stellst du bei deinem Broker ein — er behält dann automatisch keine Steuer ein, bis du das Limit erreichst.
• 1.000 € / Jahr für Einzelpersonen
• 2.000 € / Jahr für zusammen veranlagte Ehepaare
Den Freistellungsauftrag stellst du bei deinem Broker ein — er behält dann automatisch keine Steuer ein, bis du das Limit erreichst.
Hast du mehrere Depots / Banken: Verteile den Auftrag auf alle Anbieter (Summe darf 1.000 € nicht übersteigen).
Market Order: Kauf/Verkauf sofort zum aktuellen Marktpreis. Schnell, aber du weißt nicht exakt zu welchem Kurs.
Limit Order: Du gibst einen Maximalpreis (Kauf) oder Minimalpreis (Verkauf) an. Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs dein Limit erreicht.
Limit Order: Du gibst einen Maximalpreis (Kauf) oder Minimalpreis (Verkauf) an. Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs dein Limit erreicht.
Bei ETFs mit hohem Handelsvolumen (XETRA) ist der Unterschied minimal. Bei Neobroker-Execution-Partnern oder exotischen Produkten: immer Limit nutzen!
Steuern
Abgeltungssteuer, Vorabpauschale & Co. einfach erklärt
⚠️ Kein Steuerrecht! Dieser Abschnitt erklärt Konzepte vereinfacht. Für individuelle Steuerberatung: Steuerberater oder ELSTER-Support nutzen.
Auf Kapitalerträge (Kursgewinne, Dividenden, Zinsen) zahlt man in Deutschland:
• 25 % Abgeltungssteuer
• + 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf
• + ggf. Kirchensteuer (8–9 %)
Effektivsteuersatz ohne Kirchensteuer: ~26,375 %
Der Broker zieht das automatisch ab — du musst es normalerweise nicht selbst erklären (Ausnahme: ausländische Broker wie Interactive Brokers).
• 25 % Abgeltungssteuer
• + 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf
• + ggf. Kirchensteuer (8–9 %)
Effektivsteuersatz ohne Kirchensteuer: ~26,375 %
Der Broker zieht das automatisch ab — du musst es normalerweise nicht selbst erklären (Ausnahme: ausländische Broker wie Interactive Brokers).
Die Vorabpauschale ist eine jährliche Mindestbesteuerung für thesaurierende ETFs — also ETFs, die Gewinne nicht ausschütten, sondern reinvestieren.
Wie läuft das ab?
1. Anfang des Jahres berechnet das Finanzamt eine fiktive Mindestrendite (Basiszins × ETF-Wert)
2. Wenn der ETF diese Rendite überschritten hat, wird ein Teil vorab besteuert
3. Der Broker bucht automatisch vom Verrechnungskonto ab (Januar)
Wichtig: Die Vorabpauschale wird beim späteren Verkauf angerechnet — es entsteht keine Doppelbesteuerung.
Wie läuft das ab?
1. Anfang des Jahres berechnet das Finanzamt eine fiktive Mindestrendite (Basiszins × ETF-Wert)
2. Wenn der ETF diese Rendite überschritten hat, wird ein Teil vorab besteuert
3. Der Broker bucht automatisch vom Verrechnungskonto ab (Januar)
Wichtig: Die Vorabpauschale wird beim späteren Verkauf angerechnet — es entsteht keine Doppelbesteuerung.
Dein Freistellungsauftrag gilt auch für die Vorabpauschale — bis 1.000 € keine Steuer. Für kleine Sparpläne im Aufbau ist die Vorabpauschale oft minimal.
Bei Aktien-ETFs (Aktienquote ≥ 51 %) sind 30 % der Erträge steuerfrei. Der Broker berechnet das automatisch.
Warum? Auf Unternehmensgewinne wurde schon Körperschaftsteuer gezahlt — die Teilfreistellung soll Doppelbesteuerung abmildern.
Effektiver Steuersatz auf ETF-Gewinne: ~26,375 % × 70 % = ~18,5 % effektiv.
Warum? Auf Unternehmensgewinne wurde schon Körperschaftsteuer gezahlt — die Teilfreistellung soll Doppelbesteuerung abmildern.
Effektiver Steuersatz auf ETF-Gewinne: ~26,375 % × 70 % = ~18,5 % effektiv.
Bei deutschen Brokern (Trade Republic, Scalable, DKB usw.): Nein — der Broker führt die Steuer direkt ans Finanzamt ab. Du musst nichts angeben, es sei denn du willst Verluste aus anderen Quellen verrechnen.
Bei ausländischen Brokern (Interactive Brokers, DEGIRO usw.): Ja — du musst Kapitalerträge selbst in der Steuererklärung (Anlage KAP) deklarieren.
Bei ausländischen Brokern (Interactive Brokers, DEGIRO usw.): Ja — du musst Kapitalerträge selbst in der Steuererklärung (Anlage KAP) deklarieren.
Falls du mehr als einen Broker nutzt, kann eine Steuererklärung helfen, Verluste zu verrechnen und zu viel gezahlte Steuer zurückzubekommen.
CFD & AVD
Hebelprodukte, Spreads und was du wissen musst
⚠️ Risikohinweis: CFDs und andere Hebelprodukte sind hochriskant. Laut europäischer Regulierung verlieren zwischen 70–80 % aller Privatanleger Geld beim CFD-Handel. Nur handeln, was du vollständig verstehst.
Ein CFD ist ein Vertrag zwischen dir und dem Broker über die Kursdifferenz eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff, Währungspaar). Du kaufst nicht das eigentliche Asset.
Hauptmerkmale:
• Hebel — du steuerst ein größeres Volumen mit kleinerem Kapital (z.B. 1:20)
• Long & Short — du kannst auf steigende und fallende Kurse setzen
• Spread — Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis = Kosten des Brokers
• Overnight-Fees — hältst du Positionen über Nacht, fallen Finanzierungskosten an
Hauptmerkmale:
• Hebel — du steuerst ein größeres Volumen mit kleinerem Kapital (z.B. 1:20)
• Long & Short — du kannst auf steigende und fallende Kurse setzen
• Spread — Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis = Kosten des Brokers
• Overnight-Fees — hältst du Positionen über Nacht, fallen Finanzierungskosten an
CFDs haben kein festes Ablaufdatum — sie laufen, bis du sie schließt oder dein Margin-Kapital aufgebraucht ist (Margin Call / Stop-Out).
Mit einem Hebel von 1:20 kontrollierst du z.B. mit 1.000 € Eigenkapital eine Position von 20.000 € Nominalwert.
Beispiel (DAX, Hebel 1:20, 1.000 € Margin):
• DAX steigt 1 % → Gewinn: 200 € (+20 % auf dein Kapital)
• DAX fällt 1 % → Verlust: 200 € (-20 % auf dein Kapital)
• DAX fällt 5 % → Verlust: 1.000 € = Totalverlust (Margin Call)
EU-Regulierung (ESMA): Maximalhebel für Privatanleger:
• Forex-Majors: 1:30
• Indices (DAX, S&P): 1:20
• Einzelaktien: 1:5
• Kryptowährungen: 1:2
Beispiel (DAX, Hebel 1:20, 1.000 € Margin):
• DAX steigt 1 % → Gewinn: 200 € (+20 % auf dein Kapital)
• DAX fällt 1 % → Verlust: 200 € (-20 % auf dein Kapital)
• DAX fällt 5 % → Verlust: 1.000 € = Totalverlust (Margin Call)
EU-Regulierung (ESMA): Maximalhebel für Privatanleger:
• Forex-Majors: 1:30
• Indices (DAX, S&P): 1:20
• Einzelaktien: 1:5
• Kryptowährungen: 1:2
Professionelle Konten (bei manchen Brokern beantragbar) unterliegen diesen Limits nicht, verlieren aber den negativen Saldo-Schutz.
Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- (Ask) und Verkaufspreis (Bid) eines Instruments. Er ist die primäre Einnahmequelle des Brokers bei CFDs.
Beispiel DAX (typischer Spread: 0,8–1,2 Punkte):
• Bid: 19.999 | Ask: 20.000 → Spread = 1 Punkt
• 1 Punkt DAX = ~25 € bei Standardlot → du zahlst sofort ~25 € "Eintrittsgebühr"
Spread-Typen:
• Fix — konstant, auch in volatilen Phasen (Markteröffnung, News)
• Variabel — erweitert sich in volatilen Phasen, günstig in ruhigen
Beispiel DAX (typischer Spread: 0,8–1,2 Punkte):
• Bid: 19.999 | Ask: 20.000 → Spread = 1 Punkt
• 1 Punkt DAX = ~25 € bei Standardlot → du zahlst sofort ~25 € "Eintrittsgebühr"
Spread-Typen:
• Fix — konstant, auch in volatilen Phasen (Markteröffnung, News)
• Variabel — erweitert sich in volatilen Phasen, günstig in ruhigen
Hohe Spread-Kosten sind der häufigste "unsichtbare" Verlustgrund bei Retail-Tradern. Immer vorher vergleichen!
Ein Stop-Loss schließt eine Position automatisch, wenn der Kurs einen vordefinierten Verlustwert erreicht — verhindert katastrophale Verluste.
Wo setzen?
• Nicht willkürlich (z.B. "ich will max. 50 € verlieren")
• Idealerweise hinter technisch sinnvollen Levels: Unterstützungen, ATR-basierte Abstände, jüngste Hochs/Tiefs
Faustregeln:
• SL < 1–2 × ATR(14) vom Einstieg entfernt → oft zu eng (Rauschen)
• CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) mindestens 1:2 anstreben
Wo setzen?
• Nicht willkürlich (z.B. "ich will max. 50 € verlieren")
• Idealerweise hinter technisch sinnvollen Levels: Unterstützungen, ATR-basierte Abstände, jüngste Hochs/Tiefs
Faustregeln:
• SL < 1–2 × ATR(14) vom Einstieg entfernt → oft zu eng (Rauschen)
• CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) mindestens 1:2 anstreben
Garantierter Stop-Loss (GSLO): Schließt auch bei Kurslücken (Gaps) exakt zum definierten Preis. Kostet etwas mehr Spread, aber eliminiert das Gap-Risiko vollständig.
Wenn du eine Hebelposition über Nacht hältst, zahlst du Finanzierungskosten (auch Swap, Rollover oder Overnight-Fee genannt). Grund: Der Broker finanziert dir das gehebelte Volumen.
Berechnung (typisch):
Bei DAX 20.000 Punkte, 1 CFD (Wert ~500.000 €), 5 % p.a.:
→ ~68 € pro Nacht — enorm!
Berechnung (typisch):
Fee = Positionsgröße × (SOFR + Broker-Aufschlag) / 365Bei DAX 20.000 Punkte, 1 CFD (Wert ~500.000 €), 5 % p.a.:
→ ~68 € pro Nacht — enorm!
Für Swing-Trades über mehrere Wochen können Overnight-Fees die gesamte Rendite auffressen. CFDs eignen sich primär für kurzfristige Intraday-Strategien.
CFD: OTC-Produkt (Over-the-Counter) direkt vom Broker. Kein festes Ablaufdatum. Spread + Overnight-Fees.
Knock-Out / Turbo: Börsengehandeltes Zertifikat (z.B. EUWAX, Stuttgart). Hat eine eingebaute Knock-Out-Schwelle — wird diese erreicht, erlischt das Produkt wertlos. Vorteil: keine Overnight-Fees bei manchen Produkten.
Mini-Future: Ähnlich wie Turbo, aber Knock-Out-Schwelle und Strike werden regelmäßig angepasst.
Knock-Out / Turbo: Börsengehandeltes Zertifikat (z.B. EUWAX, Stuttgart). Hat eine eingebaute Knock-Out-Schwelle — wird diese erreicht, erlischt das Produkt wertlos. Vorteil: keine Overnight-Fees bei manchen Produkten.
Mini-Future: Ähnlich wie Turbo, aber Knock-Out-Schwelle und Strike werden regelmäßig angepasst.
Knock-Outs eignen sich eher für mehrtägige bis wochenlange Positionen, da keine täglichen Finanzierungsgebühren anfallen. CFDs für Intraday.
Finanz-Glossar
Kompakte Definitionen der wichtigsten Begriffe
📊 MSCI World
Index mit ~1.400 Aktien aus 23 Industrieländern. Kein Emerging-Markets-Anteil. ~65 % USA-Gewichtung.
📊 S&P 500
Die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen, gewichtet nach Marktkapitalisierung. Benchmark für den US-Aktienmarkt.
💹 Marktkapitalisierung
Aktienkurs × Anzahl ausstehender Aktien. Misst den Gesamtwert eines Unternehmens an der Börse.
📉 Volatilität
Maß für die Schwankungsintensität eines Wertpapiers. Hohe Vola = hohes Risiko & hohe Chancen.
🔵 Dividende
Gewinnausschüttung eines Unternehmens an seine Aktionäre, meist quartalsweise oder jährlich.
🟡 TER
Total Expense Ratio — Jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds / ETF in Prozent.
🔁 Rebalancing
Anpassung des Portfolios auf die ursprüngliche Gewichtung. Z.B. wenn Aktien stark gestiegen sind und Anleihen wieder nachgekauft werden.
📐 CRV
Chance-Risiko-Verhältnis: Potenzieller Gewinn ÷ potenzieller Verlust. CRV 1:3 = 30 % Trefferquote genügt für Profitabilität.
⚡ ATR
Average True Range — mittlere Schwankungsbreite eines Assets über N Perioden. Grundlage für Stop-Loss-Platzierung.
🏦 Margin
Sicherheitsleistung, die du beim Broker hinterlegst um eine Hebelposition zu eröffnen. Typisch: 0,5–20 % des Nominalwerts.
📞 Margin Call
Benachrichtigung des Brokers, wenn dein Konto unter die Mindestmargin fällt. Entweder einzahlen oder die Position wird automatisch geschlossen.
📉 Drawdown
Maximaler Rückgang vom Höchststand. Ein 30 %-Drawdown bedeutet: wer am ATH kaufte, ist aktuell 30 % im Minus.
🌍 UCITS
Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities — EU-regulierte Fondsstruktur. Alle in Deutschland zugelassenen ETFs sind UCITS-konform.
🏷️ Spread
Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis (Bid/Ask). Direkte Transaktionskosten beim Broker, besonders relevant bei CFDs.
📈 Thesaurierend
Erträge (Dividenden, Zinsen) werden automatisch reinvestiert — kein Kapital verlässt den Fonds. Maximiert den Zinseszinseffekt.
💸 Ausschüttend
Erträge werden regelmäßig an den Anleger ausgezahlt. Gut für passives Einkommen, aber steuerpflichtig in jedem Jahr.
🧮 Vorabpauschale
Jährliche Mindestbesteuerung thesaurierender ETFs in Deutschland. Wird im Januar vom Broker abgebucht, beim Verkauf angerechnet.
🎯 DYOR
Do Your Own Research — eigenständige Recherche vor jeder Investment-Entscheidung. Kein Influencer ersetzt sie.